Behandlungsfelder

Beschwerden des muskuloskelettalen Systems (akut und chronisch)

  • Rückenschmerzen
  • Bandscheibenvorfall (Radiculopathie), Ischialgie, Hexenschuss, Lumbago
  • Schmerzen im Beckenbereich
  • Schmerzen der Gelenke (Arthrose, Arthritis)
  • Schmerzen der Sehnen (Tendinitis, Tendovaginitis)
  • Schmerzen der Muskeln (Triggerpunkte, Hypertonus)
  • Schmerzen am Kiefergelenk (Craniomandibuläre Dysfunktion)

Beschwerden des neurologischen Systems

  • Kopfschmerzen (Migräne, Spannungskopfschmerz, Trigeminusneuralgie)
  • Schwindel
  • Nervenkompressionssyndrome:
    – Thorathic-outlet-Syndrom
    – Karpaltunnelsyndrom
    – Pronator Teres-Syndrom
    – Cubitaltunnelsyndrom
    – Loge-de-Guyon-Syndrom
    – Supinator-Syndrom
    – Wartenberg-Syndrom
    – Meralgia paraesthetica
    – Tarsaltunnel-Syndrom (Baxternerve, Joggernerve)

Beschwerden im Hals-, Brust-, Bauch- und Beckenbereich

  • Schluckstörungen
  • Sodbrennen (Reflux)
  • Schmerzen im Brustbereich
  • Verdauungsstörungen
  • Schmerzen oder Beschwerden nach Operationen
  • Chronische Blasenentzündung (interstitielle Cystitis)
  • Chronische Prostatitis (chronische abakterielle entzündliche Prostatitis)

Chronische Schmerzen

Anamnese

Im problemzentrierten persönlichen Erstgespräch geht es um das Zusammentragen von allen relevanten Informationen der aktuellen Situation des Patienten. Hierbei ist der zeitliche Ablauf entscheidend, beispielsweise der Beginn, die Art, Dauer und Entwicklung der Beschwerden. Ebenfalls wichtig sind unter anderem Beschwerden, die vom Patienten nicht unbedingt in Zusammenhang mit dem aktuellen Problem gebracht werden: z.B. ältere Verletzungen (Traumata), Grunderkrankungen, Stress, psychosoziale Belastung, Darmproblematiken und alte Narben.

 

Untersuchung

In der manuellen Untersuchung werden die relevanten Systeme des Körpers auf ihre Beweglichkeit und Gewebespannung untersucht. Hierbei wird nicht nur die Region in der die Schmerzen auftreten, sondern immer der ganze Körper untersucht. Dabei sind drei Systeme ausschlaggebend:

  1. Parietales System
    (Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke)
  2. Viszerales System
    (Organe)
  3. Craniosacrales System
    (Nervensystem, Kopf und Steissbein)

Nach der Untersuchung kann dem Problem ein spezifisches Krankheitsbild, eine Funktionsstörung oder eine Kombination aus beidem zugeordnet werden. In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, das Gewebe zusätzlich sonographisch zu untersuchen (Ultraschall) um einen noch konkreteren Befund erheben zu können.

Sonographie

Warum ist der Ultraschall in der Osteopathie ein sinnvolles Werkzeug?

Die Finger können tasten, aber nicht sehen. Die Sonographie stellt bei Bedarf eine Ergänzung der manuellen Untersuchung dar. Dank der Sonographie kann das Weichteilgewebe des Körpers in Form eines schwarz-weiss Bildes dargestellt werden. Dies hat mehrere Vorteile:

  1. Ich bin als Therapeut beim Patienten-Erstkontakt in der Lage, Verletzungen oder entzündliche Zustände des Weichteilgewebes festzustellen und bei Bedarf mit ihrem Hausarzt oder klinischen Spezialisten zusammen abzuklären bzw. weiter arbeiten zu können.
  2. Der Therapieverlauf kann mittels Ultraschall dokumentiert und für den Patienten sichtbar gemacht werden.
  3. Der Ultraschall steht schnell zu Verfügung, generiert für sie keine zusätzlichen Kosten und hat keinerlei schädliche Wirkung während der Anwendung auf den Patienten.

Die Behandlung

Die Behandlung erfolgt individuell auf den Patienten abgestimmt mit den Händen. Hier spielt die aktuelle Gewebespannung eine Rolle sowie die situative Gemütslage. Ich werde nach der Untersuchung festlegen, welches die dominanteste Funktionseinschränkung beim Patienten ist und beginne hier mit der Behandlung. Hierfür sind unterschiedliche Behandlungsmethoden sinnvoll.

Bewegungsapparat (Parietales System):
Hier werden Techniken angewandt um die Wirbelsäule, wie auch die Gelenke der Arme und Beine zu mobilisieren. Dies sind Beispielsweise fasziale Techniken, Muscle-Energy-Techniques(MET), Mobilisationen und auch Impulstechniken.

Organsystem (Viszerales System):
Bei den Organen geht es um die Eigenbeweglichkeit der Organe selbst (Motrizität) und die Beweglichkeit der Organe zueinander (Motilität). Hierbei werden durch die Hände die Organe selbst, als auch die Verschiebeflächen der Organe zueinander behandelt.

Kopf und Nerven (Craniosacrales System)
Bei dem craniosacralen System werden die Knochen des Kopfes, des Steissbeins und oder die Nerven durch sanften Druck oder Impulse der Hände behandelt.

 

Grenzen der Osteopathie

Nur wer die Grenzen seiner Methode kennt, kann sicher behandeln. Auch die Osteopathie hat ihre Grenzen, und zwar dann, wenn Strukturen nicht nur funktionell, sondern auch anatomisch geschädigt sind. Hier kann die Osteopathie in Zusammen­arbeit mit einem Arzt bei der Linderung oder Überwindung von Schmerzzuständen helfen. Ein erkrankter Körper hat viele Bedürf­nisse, die manchmal nicht ausschliess­lich mit Osteo­pathie behandelt werden können. Gerne berate ich Sie hierzu und unter­stütze sie bei der geeignetsten Therapiewahl.